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Begleitprogramm zur Ausstellung


Freitag, 11. April 2008, 18.00 bis 20.00 Uhr
Lesung und Podiumsdiskussion


Ruža Kanitz liest aus ihrem 2006 erschienenen Buch „Die fremde Nachbarin“,
anschließend Gespräch und Diskussion mit
Inbal Rosenberg, israelische Künstlerin
Hayet Maass, Mitarbeiterin der Tunesischen Botschaft
Dr. Bahman Nirumand, iranisch-deutscher Publizist und Autor des Buches „Fremd bei den Deutschen“.

Moderiert von Elke Bredereck, Kulturbewegt e.V.

Wo trifft man Leute aus anderen Kulturen, wo lernen sich
Freunde kennen? Wie entscheidend sind Herkunft und kulturelle
Differenz für Freundschaften?

Eine Veranstaltung von Kulturbewegt e.V. in Kooperation mit
der Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg.


Freitag, 25. April 2008, 18.00 bis 20.00 Uhr
Vortrag und Podiumsgespräch


Prof. Dr. Heinz Reinders von der Universität Würzburg stellt
seine Studie zum Thema „Interethnische Freundschaften bei Jugendlichen“ vor,
anschließend Gespräch mit
Reza Yeganeh, Dipl. Politologe, DRK-Jugendladen Wedding
Stana Brvic‘, Schülerin, 16 Jahre
Wael Saaid, Schüler, 16 Jahre
Sümer Turhan, Leiterin einer Jugendfreizeiteinrichtung

Moderiert von Susanne Pozek, Kulturbewegt e.V.

Wie suchen sich Jugendliche ihre Freunde aus? Welche Rolle
spielt dabei der kulturelle Hintergrund? Gibt es Unterschiede
zwischen Mädchen- und Jungen-Freundschaften?

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die Landeszentrale
für politische Bildung.


Vita der Experten

Dr. Bahman Nirumand, iranischer und deutscher Publizist und Autor, wurde 1936 in Teheran geboren. Im Alter von 14 Jahren wurde er von seinen Eltern nach Deutschland geschickt, um dort sein Abitur zu machen. Er studierte in München, Tübingen und Berlin Germanistik, Philosophie und Iranistik. 1960 promovierte er über Bertolt Brecht. Nach Abschluss seines Studiums kehrte er in den Iran zurück und arbeitete dort als Dozent für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Teheran, daneben als Schriftsteller und Journalist. Er geriet bald mit dem damals im Iran herrschenden Schah-Regime in Konflikt und flüchtete 1965, um einer bevorstehenden Verhaftung zu entgehen. Von Nirumand sind zahlreiche Bücher zum Iran und Islam und „Über die Deutschen“ erschienen.

Ruža Kanitz wurde 1961 in Kroatien geboren. Über ihren ersten deutschen Ehemann kam sie 1982 nach Berlin, wo zwei Jahre später ihr Sohn geboren wurde. Sie ist inzwischen in zweiter Ehe mit einem Deutschen verheiratet. "Die fremde Nachbarin", ihre Interviewsammlung mit 22 in Berlin lebenden Migrantinnen aus aller Welt, erschien 2006 im Geest-Verlag. In den Interviews lässt sie die Frauen über ihre Gedanken und Gefühle im Hinblick auf dieses Land und ihren eigenen Migrationsprozess berichten, wobei die Wahrnehmungen sehr unterschiedlich ausfallen und von Enttäuschung und Verbitterung bis hin zur Bereicherung durch die neue Umgebung und Möglichkeit der eigenen Weiterentwicklung reichen.

Prof. Heinz Reinders hat seit 2007 eine Professur für Empirische Bildungsforschung an der Universität Würzburg inne. Er ist Mitglied der Expertenkommission des "Carl-Bertelsmann- Preises 2007: Gesellschaftliches Engagement als Bildungsziel". Seit 2006 ist er geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift „Diskurs Kindheits- und Jugendforschung“. Ebenfalls 2006 legte er seine Habilitation - Venia legendi für Erziehungswissenschaft ab. Von 1998 bis 2001 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Empirische Erziehungswissenschaft der Freien Universität Berlin und schloss 2001 seine Dissertation zum Thema „Politische Sozialisation Jugendlicher in der Nachwendezeit“ ab.

Reza Yeganeh, diplomierter Politologe, arbeitet seit 1999 als pädagogischer Mitarbeiter im DRK-Jugendladen Wedding. Ebenfalls seit 1999 ist er Bildungsreferent und Dozent in der Jugendbildungsstätte Kaubstrasse e.V. Yeganeh ist in der politischen Jungendbildungsarbeit mit den Schwerpunkten Gewaltprävention, Rassismus, Sucht und Drogen, Liebe-Sex-Beziehung, Lebens- und Zukunftsperspektiven tätig. Von 1997 bis 1998 betreute er ehrenamtlich Kinder und Jugendliche aus iranischen Flüchtlings- und Migrantenfamilien.



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